Kaufsucht: Können Angehörige helfen?

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Kaufsucht: Können Angehörige helfen?

Eine Frau und ein Mann unterhalten sich auf dem Sofa
© Christin Klose/dpa Themendienst/dpa-tmn

Ohne Vorwürfe

Hannover (dpa/tmn) - Bei einer Kaufsucht haben Betroffene ein starkes und teils unkontrollierbares Verlangen, Dinge zu kaufen. Darunter leiden nicht nur sie selbst, sondern häufig auch Angehörige und nahestehende Personen. Menschen mit Kaufsucht geben zum Beispiel häufig über lange Zeit hohe Summen aus - teils, bis die eigenen finanziellen Ressourcen aufgebraucht sind.

Auch wenn die Situation für Angehörige belastend ist, sollten sie keinesfalls die Augen vor dem Verhalten verschließen oder die Kaufsucht unterstützen, indem sie etwa Geld leihen. Das empfiehlt Professorin Astrid Müller, leitende Psychologin und Lehrbeauftragte an der Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH).

Sinnvoll sei es, das Thema offen anzusprechen. Dabei sollten Angehörige verständnis- und respektvoll bleiben, und Vorwürfe äußern. Ziel ist es, die betroffene Person möglichst dazu zu motivieren, sich Hilfe zu suchen. Erste Anlaufstelle können Beratungsstellen der Suchthilfe sein. Um das Verhalten erfolgreich bekämpfen zu können, müssen Betroffene etwa ergründen, welches eigentliche Bedürfnis hinter dem Shoppingzwang liegt.

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